22. Wochentour der DAV-OG Traunreut

    20.08.2020 - Bergwandergruppe
    20.08.2020 20:00
    Unterwegs im Valsertal

    Nach der Corona bedingten Zeit des Stillstands sind 12 Mitglieder der DAV OG Traunreut glücklich, dass die beliebte Wochentour durchgeführt werden kann. Wir sind unterwegs Richtung Süden in das Valsertal, ein rund 12 km langes Seitental des Wipptales. Gleich nach der Ankunft im Bergsteigerdorf St. Jodok geht’s auf einem leichten und gut markierten Steig auf den Padauner Kogel (2066hm). Von dem Bankl neben dem Gipfelkreuz eröffnet sich uns ein herrlicher Blick auf den Fußstein im Valsertalkessel zurm Olperer sowie nach Südwesten zum Obernberger Tribulaun mit Schwarzer Wand und dem Wipptal mit seinen Seitentälern. Beim Abstieg kehren wir in dem GH Steckholzer ein bevor wir dem weiteren Weg, der durch den Stall des Gasthauses führt, weiter bergab folgen bis zu unserer Unterkunft im Bergsteigerhotel zum Lamm, dessen Geschichte sich bis zum Jahr 1300 zurückverfolgen lässt.  Am nächsten Tag wandert ein Teil der Gruppe entlang des Wildlahner Gletscher-baches. Über einen Wiesensteig und begleitet vom schrillen Pfeifen der Murmeltiere erreichen sie den Weiler Kasern, der zur Gemeinde Schmirn gehört. Das Hochtal ist wunderschön und lädt zum längeren Verweilen ein. Immerzu mit dem Blick auf das Olperermassiv. Das Ziel der anderen „Gipfelstürmer“ ist die Schöberspitze (2.600hm). Diese Tour ist anspruchsvoll aber sehr Aussichtsreich. Sie führt über Almwiesen und Gratrücken, vorbei am Ramsgrubensee. Anmutig erheben sich hinter diesem Bergsee die zwei Schöberspitzen. Eine Abkühlung wäre gut, aber es wagt sich keiner in dieses kalte kristallklare Wasser. Über Geröll und Steinplatten gelangt man zum Gipfelkreuz. Der Ausblick vor allem zum nahen vergletscherten Olperer-Fußstein-Massiv ist gewaltig.  Der Himmel war am folgenden Morgen wolkenverhangen aber die Stimmung optimistisch. Selbst als man vor dem gesperrten Parkplatz bei der Einstiegsstelle stand und die beiden Tourenbegleiter für die Transportlogistik sorgen mußten. Wir haben uns die Besteigung des Blaser (2241hm) in den Stubaier Alpen vorgenommen. Der Weg beeindruckt oberhalb der Waldgrenze durch schöne Bergmähder mit traumhaften Blumenwiesen und wir bewundern die vielen Edelweiß, die unseren Weg säumen. Am Gipfel angekommen genießen wir eine Rundumsicht auf die Tuxer Alpen bis zum Zillertaler Hauptkamm. Wenige Minuten unterhalb steht die Blaserhütte, in der die Wirtin ihre Gäste mit Tiroler Hausmannskost verwöhnt. Die herannahende Wolkenwand verheißt leider nichts Gutes und wir brechen bald wieder auf in‘s Tal. Unterwegs fängt es zu regnen an und trotz gutem Regenschutz sind wir bei der Ankunft in unserer Herberge völlig durchnässt. Am Tag 4 lassen wir uns wegen dem leichten Regen die Laune nicht vermiesen und machen eine Almwanderung zur Vallmeritzalm (1988hm). Einige „Wetterfeste“ der Gruppe erreichen die Hütte in 2 Stunden von Steinach über die Gerichtsherrenalm, die anderen Wanderer von der Mittelstation der Bergeralm. In der oberhalb des Gschnitztals liegenden Vallmeritzalm verbringen wir einen geselligen Nachmittag. Nachdem kein Wetterfenster einen weiteren Gipfelbesuch ermöglicht, fahren wir am letzten Tag mit der Bahn in die Tiroler Hauptstadt. Bei einer Stadtführung stellen wir fest, dass Innsbruck mehr hat als ihr Wahrzeichen das „Goldene Dachl“ und entdecken auf den Spuren der Habsburger viele unbekannte Winkel. Während 8 Bergfreunde am nächsten Morgen die Heimreise antreten, gehen die, in St. Jodok zurück gebliebenen 4 Tourenteilnehmer zum Lichtsee. Der See liegt idyllisch auf 2101 Metern Seehöhe in einer Mulde unterhalb des Trunajochs. Mit einer Fläche von 1,3 ha ist er einer der größeren Seen in dieser Höhenlage. Der Aufstieg ist leicht und führt durch abwechslungsreiches Gelände. Wegen dem starken und kalten Wind bleibt der Wunsch zur Besteigung der Rötenspitze (2.481hm) leider unerfüllt. Auch wenn uns das Wetter nicht ganz so wohlgesonnen war, hat uns dieses kleine naturbelassene und beschauliche Tal mit seiner Bergwelt einen bleibenden Eindruck vermittelt. Die herzliche Aufnahme im Hotel „zum Lamm“  und die gemütliche Atmosphäre bleiben uns sicher in Erinnerung. Dank der guten Touren- Ratschläge von der Wirtin sind wir immer auf schönen und sicheren Pfaden unterwegs gewesen  und haben uns nach jeder Wanderung auf‘s Heimkommen und die gute regionale Verpflegung gefreut.

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